Über 40 Veranstaltungen in NRW: Themenwochen unterstützen Studierende mit Studienzweifeln

Über 40 Veranstaltungen in NRW: Themenwochen unterstützen Studierende mit Studienzweifeln

20 Feb 2026

Mönchengladbach/Krefeld - Zum siebten Mal organisieren Hochschulen in Nordrhein-Westfalen die „Themenwochen Studienzweifel“. In mehr als 40 Veranstaltungen erhalten Studierende die Möglichkeit, ihre Studienentscheidung zu reflektieren, Alternativen kennenzulernen und neue Perspektiven zu entwickeln. Auch die Hochschule Niederrhein (HSNR) beteiligt sich an der landesweiten Initiative, die Studienzweifel enttabuisieren und Orientierung bieten will.

Ob Workshops, Vorträge oder Talk-Formate: Die Themenwochen schaffen Raum für offenen Austausch und individuelle Beratung. Ziel ist es, Studierende bei einer fundierten Entscheidung zu unterstützen, unabhängig davon, ob sie ihr Studium fortsetzen, das Fach wechseln oder sich neu orientieren möchten. Studienzweifel betreffen viele junge Menschen, werden jedoch häufig verschwiegen. Die beteiligten Hochschulen setzen daher bewusst ein Zeichen gegen das Stigma des Scheiterns und machen deutlich: Zweifel können ein wichtiger Impuls für persönliche und berufliche Entwicklung sein.

Den Auftakt bildet am 2. März 2026 um 10 Uhr eine digitale Veranstaltung mit Luca Bischoni, ehemaliger Maschinenbaustudent, Autor des Buchs „Als man mir den Stecker zog“ und Host des Podcasts „Psychologie – die menschliche Energie“. Er spricht offen über sein langes Zögern vor dem Fachwechsel, das Gefühl, mit seinen Unsicherheiten allein zu sein, und darüber, was ihm letztlich geholfen hat, eine neue Richtung einzuschlagen. „Es gibt immer einen Weg, manchmal muss man an der Kreuzung einfach jemanden fragen“, sagt Bischoni und ermutigt Studierende, über ihre Zweifel zu sprechen und Unterstützung anzunehmen.

Umfangreiches Programm für alle Bedarfe

Die Themenwochen richten sich an Studierende in allen Phasen des Studiums. Neben der individuellen Reflexion stehen konkrete Beratungsangebote im Mittelpunkt: von Informationen zum Fachwechsel über Alternativen außerhalb der Hochschule bis hin zu beruflichen Perspektiven. Neben den Studienberatungen der Hochschulen beteiligen sich auch Expertinnen und Experten des Arbeitsmarktes, darunter die Agentur für Arbeit und Kammern. So entsteht ein umfassendes Unterstützungsangebot, das akademische und berufliche Wege gleichermaßen berücksichtigt.

Wachsendes Netzwerk an Hochschulen

Was mit 13 Hochschulen begann, ist inzwischen zu einem landesweiten Netzwerk von rund 30 Hochschulen angewachsen. Im Projekt „NEXT CAREER“ bündeln sie ihre Erfahrungen, entwickeln Beratungsformate weiter und ermöglichen Studierenden an nahezu allen Hochschulstandorten in Nordrhein-Westfalen Zugang zu den Veranstaltungen. Organisiert wird die Initiative von den Studienberatungen und Career Services der NRW-Hochschulen und gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Wir haben ein breites Programm geschaffen, in dem Studierende mit Studienzweifeln oder Abbruchgedanken Austausch finden, reflektieren und konkrete Lösungen für ihre nächsten Schritte entwickeln können“, sagt Miriam Kneisel, Programmleitung „NEXT STEP“ an der Hochschule Niederrhein. Auch Unternehmen werden einbezogen: In einem Online-Vortrag informiert die HSNR darüber, wie Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher als Fachkräfte gewonnen werden können.

Teilnahme und Anmeldung

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei, für einzelne Angebote ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen sowie das vollständige Programm finden Interessierte auf den Webseiten der beteiligten Hochschulen und unter: https://nextcareer.de/themenwochen_studienzweifel/   

Teilnehmende Hochschulen: RWTH Aachen, FH Aachen, HS Bochum, Ruhr-Universität Bochum, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Universität Duisburg-Essen, FH Dortmund, TU Dortmund, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Hochschule Düsseldorf, FernUniversität in Hagen, Universität zu Köln, TH Köln, FH Münster, Universität Münster, Hochschule Niederrhein, Hochschule Rhein-Waal, Universität Siegen, Westfälische Hochschule, Bergische Universität Wuppertal.

Quelle-Bild: Hochschule Niederrhein-HSNR

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