Feierliche Einbürgerung in Nettetal

Feierliche Einbürgerung in Nettetal

02 Mär 2026

Nettetal - Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts, das 2024 in Kraft getreten ist, wurde eine zentrale Reform umgesetzt. Menschen, die in Deutschland leben, arbeiten und gut integriert sind, können die deutsche Staatsangehörigkeit nun bereits nach fünf statt nach acht Jahren erhalten. Zudem müssen sie ihre bisherige Staatsangehörigkeit und damit einen Teil ihrer Identität nicht mehr aufgeben.

Gleichzeitig wurden die Anforderungen an das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung verschärft. Rassismus, Antisemitismus oder jede andere Form von Menschenfeindlichkeit schließen eine Einbürgerung aus – hier gibt es keinerlei Toleranz.

Die Einbürgerung ist für die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ein besonderer Moment. Das Staatsangehörigkeitsgesetz sieht daher vor, dass die Einbürgerungsurkunde nach Möglichkeit im Rahmen einer feierlichen öffentlichen Veranstaltung überreicht wird.

Bürgermeister Christian Küsters ist es ein persönliches Anliegen, diesen Anlass würdig zu gestalten. „Es ist immer wieder bewegend, die individuellen Lebensgeschichten zu hören und die Freude über diesen Schritt mitzuerleben“, betonte er. „Gleichzeitig ist die Staatsbürgerschaft mit Rechten und Pflichten verbunden, die im Grundgesetz verankert sind.“

Am 19. Februar 2026 wurden im Rahmen einer Feierstunde mehrere Personen eingebürgert. Im Beisein von Familienangehörigen und Gästen nahmen sie ihre Einbürgerungsurkunden aus den Händen des Bürgermeisters entgegen.

Unter den neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern waren neun Personen syrischer, vier albanischer, drei türkischer, zwei sri-lankischer sowie zwei algerischer Herkunft. Jeweils eine Person hatte griechische, indische beziehungsweise polnische Wurzeln. Die meisten von ihnen behalten ihre bisherige Staatsangehörigkeit bei.

Viele der Eingebürgerten nutzten im Anschluss die Gelegenheit, diesen wichtigen Moment mit einem Erinnerungsfoto vor der Nettetal-Fotowand im Rathaus festzuhalten.

Quelle-Foto: Stadt Nettetal

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